Computer umrüsten: Lüfter, Netzteil, Grafikkarte
Ich habe mir jetzt doch überlegt, diesen Artikel nachzureichen:
Ich habe vor einer Woche das erste mal alleine einen Computer (meinen) umgebaut und ich bin froh, dass nun alles funktioniert. Bei 29 °C in meinen Zimmer habe ich zwei nachmittage ganz schon beim Umbau geschwitzt.
Ich berichte einfach mal was ich gekauft und gemacht habe:
- Arctic Alpine 64 Sockel 754/939/AM2; 9,90
- XILENCE Power Gehäuselüfter 12 cm; 9,90
- ATX-Netzteil Be Quiet! Straight Power 400 Watt / BQT E5; 59,90
- Serial ATA Kabel; 4,99 (hätte ich mir auch sparen können, da ich noch eins hatte)
- Samsung HB502IJ, 500 GB, 16 MB; 69,00
- MSI NX6200AX-TD128LF, 128MB NVIDIA GeForce 6200, AGP; 39,00
Das macht zusammen unschlagbare 193 Euronen.
Ich habe mit mehr gerechnet. Ich war im Computerfachgeschäft meines Vertrauens (ATELCO) und habe dort eine gute Beratung bekommen.
Bei meinem alten Computer waren alle Lüfter extrem laut: Der CPU-Lüfter (komm ich später noch dazu), der Grafikkarten-Lüfter und der Netzteillüfter.
Zuerst habe ich den alten Grafikkartentreiber, die Graka-Software deinstalliert und alle alten Teile (Netzteil, Grafikkarte, Diskettenlaufwerk, Netzwerkkarte, analoge Netzwerkkarte, Gehäuselüfter, CPU-Lüfter) herausgebaut. Die ganzen alten Bauteile im Computer waren dabei so extrem verschmutzt, dass ich erstmal mit dem Staubsauger und einem Pinsel ca. 2 Stunden alles sauber machen musste. Dann habe ich Stück für Stück alle neuen Bauteile wieder eingesetzt und vorsichtig den CPU-Kühler entfernt.
Danach den neuen Kühler drauf gebaut, alle Anschlüsse verbunden und mit wunderschön bunten Kabelbindern zusammengebunden, damit die Lüfter mehr Luft im Gehäuse haben.
Alles angeschaltet und was hörte ich da, einen relativ lauten Gehäuselüfter und einen lauten CPU-Lüfter. Ich hatte die beiden Lüfter an das Motherboard K8Upgrade-NF3 angeschlossen. Mal schnell mit einem Strommessgerät die Spannung bei den Lüftern gemessen: 12,3 V. Wahnsinn, beide laufen maximal.
Das Problem bei meinem Motherboard ist, dass es zwar die Motherboard- und CPU-Temperatur ermittelt, aber nicht die Lüfter dementsprechend regelt.
Da die Temperaturen, egal bei welcher Belastung beim CPU bei 40 °C und beim Motherboard bei 36 °C waren, habe ich die beiden Lüfter an die temperaturgesteuerte Netzteil-Stromversorgung angeschlossen. Die liefert bei den jetzigen Temperaturen gerade mal 6 Volt. Da dachte ich mir, das könnte eng, also zu heiß werden. Rechner offen gelassen, Spannung permanent gemessen und 2 Stunden CPU mit voller Last laufen lassen. Temperatur nach den zwei Stunden überprüft: CPU - 42 °C, Motherboard 36 °C.
Ich fasste Mut und entfernte den CPU-Lüfter ganz vom Strom. Wieder eine halbe Stunde mit Volllast, Temperatur geprüft - 43 °C, ohne aktiven Lüfter!!
Das sagt mir, dass ein AMD Athlon 64 3000 1,8 Ghz Prozessor absolut Temperatur-unkritisch ist.
Der passiv gekühlte Prozessor auf der Grafikkarte wir da schon wärmer, mit ca. 60 °C.
Dennoch habe ich volle Sicherheit, da bei Überhitzung des CPU und/oder der Grafikkarte automatisch ein Shutdown erfolgt.
Schlussendlich habe ich beide Lüfter direkt an das Netzteil angeschlossen und freue mich jetzt, dass mein Computer extrem leise ist.
- alte Computer
- alle neuen Bauteile ausgepackt
- Ausbau alter Bauteile
- Computer fast "nackig"
- Staubschicht auf allen Bauteilen
- Stück für Stück neue Bauteile eingebaut
- Das Endergebnis








